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Um den Bauern um 900 n.Chr.
das Ansiedeln innerhalb der Stadt- mauern schmackhaft zu machen, wurde ihnen
das Privileg der Braugerechtigkeit zugestanden. D.h. das Recht, Bier zu
brauen und in der Stadt und auf dem Amt zu verpfennigen und zu verzapfen.
Dieses Recht ruhte allein auf dem Haus des neuen Bürgers und konnte nur
zusammen mit diesem vererbt werden. In Köthen, das schon immer mehr durch
die Landwirtschaft als durch das Handwerk geprägt wurde, gab es weit über
100 Braugerechtigkeiten. Der ‚Bierpfennig' war daher für die Stadt eine
solide Einnahmequelle.
1839 wurden der Stadt die
Zwangs- und Braurechte genommen. Dem freien Wettbewerb war damit der Weg
bereitet. 1861 kaufte Friedrich Dambacher sämtliche Braugerechtigkeiten auf
und gründete eine moderne Brauerei. 1883 ging aus dem florierenden
Braugeschäft die Aktien-Brauerei Cöthen (ABC) hervor.


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